Noch vor wenigen Jahren war Netzanschlusskapazität auf Entnahmeseite in allen Spannungsebenen ausreichend verfügbar, sodass Betreiber von Elektrizitätsversorgungsnetzen Netzanschlussbegehren zeitnah und umfassend erfüllen konnten. Dies hat sich in den letzten Jahren geändert. Vor diesem Hintergrund sind die Entwicklungen zum Netzanschlussverfahren derzeit äußerst dynamisch. So haben kürzlich die ÜNB ein gemeinsames Konzeptpapier zur Anpassung ihrer Netzanschlussverfahren veröffentlicht und die Wende weg vom "Windhundprinzip" hin zum "Reifegradverfahren" angekündigt. Zudem wurde Mitte Februar ein Referentenentwurf des BMWE mit grundlegenden Neuerungen für den Netzanschlussprozess bekannt. Der Blumenstrauß an vom BMWE beabsichtigen Regelungen ist groß und geht von der vollständigen Digitalisierung des Netzanschlussverfahrens über die gesetzliche Regelung des Netzanschlussverfahrens der ÜNB einschließlich Vorgaben zur Priorisierung von Netzanschlusspetenten hin zu Transparenz- und Informationspflichten sowie Vorgaben zur Reservierung von Netzanschlusskapazität. Für Verteilernetzbetreiber werfen die aktuellen Entwicklungen zahlreiche Fragestellungen auf, insbesondere dazu, welche Ableitungen aus dem Vorgehen der ÜNB sowie dem Referentenentwurf für das eigene Netz getroffen werden können.
Folgende Schwerpunkte werden Inhalt des Webinars sein:
- Überblick über jüngste Entwicklungen
- "Netzpaket" des BMWE: Was steht drin und was bedeutet dies im Einzelnen?
- Konzeptpapier ÜNB: Abkehr vom Windhundprinzip hin zum Reifegradverfahren
- Ableitungen und mögliche Handlungsoptionen für Verteilernetzbetreiber
- Ausblick
Folgende Termine bieten wir an:
26.03.2026, 10:00 - 11:30 Uhr
14.04.2026, 10:00 - 11:30 Uhr