In den kommenden Jahren laufen tausende Biogasanlagen aus der EEG-Förderung aus. Für viele Anlagenbetreiber stellt sich damit die Frage nach einer wirtschaftlich tragfähigen Anschlussnutzung – und für Stadtwerke eröffnet sich die Chance, lokale Biogaspotenziale gezielt in die eigene Wertschöpfung einzubinden.
Der regulatorische Rahmen entwickelt sich dabei spürbar zugunsten von Biomethan: Das GMG-Eckpunktepapier sieht eine verpflichtende Biomethanquote für Inverkehrbringer vor – und verpflichtet Lieferanten über die sogenannte Biotreppe, ihren Kunden künftig Biomethanvertriebsprodukte anzubieten. Die EnWG-Novelle zeichnet dabei ein gemischtes Bild: Bestandsanlagen erhalten einen Planungshorizont von 20 Jahren – für Neuanlagen nach Inkrafttreten des Gesetzes gilt dies jedoch nicht. Immerhin sollen Netzbetreiber künftig verpflichtet werden, Methananlagen vorrangig anzuschließen. Gerade diese Unsicherheiten stärken das Argument für lokale Kooperationsstrukturen: Wo Erzeuger, Netzbetreiber, Lieferant und Verbraucher räumlich nah beieinanderliegen, lassen sich Planungsrisiken durch direkte Kooperationsvereinbarungen abfedern – unabhängig vom überregionalen Netzentwicklungspfad.
Die entscheidende Frage ist, wie Landwirte als Produzenten und Stadtwerke als Abnehmer, Netzbetreiber und Lieferanten entlang der Wertschöpfungskette sinnvoll kooperieren – und welche Rolle Dritte, etwa als überregionale Aggregatoren, zur Risikoabsicherung oder als Kapitalgeber, dabei spielen können.
In dem Webinar durchleuchten wir alle relevanten Stufen der lokalen Biomethan-Wertschöpfung – vom Biomassepotenzial über Aufbereitung, Transport und Handel bis hin zum Vertrieb – und zeigen auf jeder Ebene konkrete Kooperationsmodelle, wirtschaftliche Hebel und den flankierenden Rechtsrahmen auf.
Wir laden Sie herzlich ein, an unserem Webinar „Lokale Biomethan-Wertschöpfung – Chancen in lokalen Kooperationen" teilzunehmen.
Die Inhalte der Veranstaltung können Sie der folgenden Agenda entnehmen:
- GMG, EnWG, EEG – der aktuelle Rechtsrahmen
- Post-EEG Anlagen – lokale Potenziale erkennen
- Lokale Biomasse-Wertschöpfung – Erzeuger und Verbraucher zusammenbrin-gen
- Kooperationsmodelle – Gemeinsam Risiken minimieren