Veranstaltung
Kalkulation der Netznutzungsentgelte 2027
Termin
21.09.2026, 09:30 - 15:30 Uhr
Ort
online
Preis pro Person (zzgl. USt.)
€ 700,00
Ermäßigt: € 600,00

Der ermäßigte Preis gilt ausschließlich für die Mitglieder unserer Arbeitskreise, also des AK REGTP, des AK Arealnetz sowie der Norddeutschen Allianz und wird automatisch berücksichtigt.
Veranstalter
BBH Consulting AG
Beschreibung

Wie in den Vorjahren werden auch bis zum 15.10.2026 die vorläufigen Netznutzungsentgelte für das Jahr 2027 zu veröffentlichen sein.

Die Entgeltenwicklung im Strom ist maßgeblich gekennzeichnet durch politische Bemühungen und Faktoren, die auf eine Entlastung der Strompreise wirken können. Ferner deutet sich im Hintergrund bereits deutlich an, welche strukturellen Änderungen der Netzentgeltsystematik Strom ab 2029 zu berücksichtigen sein werden. Im Gas hingegen wird die voranschreitende Gasnetztransformation einschließlich kürzerer Abschreibungsdauern und zurückgehender Absatzmengen die Entgelte sukzessive in die Höhe treiben. Auch für die Netzentgeltsystematik Gas sind zwischenzeitlich durch die Bundesnetzagentur erste Eckpunkte zur Diskussion gestellt wurden. Wir möchten die Auswirkungen der vorgenannten Entwicklungen auf die Kalkulation der Netznutzugsentgelte aufgreifen, die je Netzgebiet in Abhängigkeit von der vor Ort vorhandenen dezentralen Einspeisungen im Strom und der Geschwindigkeit der Gasnetztransformation im Gas variieren. Zudem möchten wir Ihnen aufzeigen, welche Neuerungen ab dem Jahr 2028 (Gas) und ab dem Jahr 2029 (Strom) in den Folgejahren von Relevanz sind.

Stromverteilernetzbetreiber, die in besonderem Maße vom Ausbau und der Integration erneuerbarer Energien betroffen sind, werden die Mehrkosten weiterhin wälzen können. Zudem wurde die EE-Mehrkostenwälzung zwischenzeitlich angepasst. Es ist davon auszugehen, dass insbesondere Flächennetzbetreiber, die in hohem Umfang nachgelagerte Netze versorgen von dieser Anpassung profitieren werden. Aus dem Mechanismus resultierende Preisanomalien zwischen den Netz- und Umspannebenen stehen im Fokus der Regulierungsbehörden und bedürfen einer besonderen Handhabung. Das bringt für alle Netzbetreiber zusätzliche operative Schritte im Rahmen der Kostenstellen- und -trägerrechnung mit sich. Zudem ist ein zusätzlicher, der Kalkulation vorgelagetrer Prüfschritt vorzunehmen und eine Anzeige der Nutzung des Mechanismus bereits zum 01. Oktober 2026 bei der zuständigen Regulierungsbehörde vorzunehmen.

Über den aktuellen Stand, die anstehenden Neuerungen und die Auswirkungen etwaiger zu erwartender Umverteilungseffekte auf die Kalkualtion der Netznutzungsentgelte möchten wir Sie im Rahmen des Webinars informieren.

Die Gasverteilernetzbetreiber stehen unverändert vor der herausfordernden Situation, Abnahmemengen für das Kalkulationsjahr 2027 zu prognostizieren. Mit der Festlegung "zu den Abschreibungsmodalitäten für die Gasnetztransformation" ("KANU 2.0") wurde eine weitreichende Regelung zur Implementierung kürzerer Abschreibungsdauern geschaffen. Wir möchten aufzeigen, welche Fragestellungen mit diesen Entwicklungen einhergehen und die Auswirkungen auf die Netznutzungsentgelte analysieren.

Sowohl für Strom- als auch für Gasverteilnetzbetreiber werden sich Änderungen an der Netzentgeltsystematik ergeben, die durch die Gasnetzbetreiber bereits in 2028 umzusetzen sind. Nach jetzigem Stand, fallen die Änderungen nicht so umfangreich auf wie für Stromnetzbetreiber. Jedoch sind wesentliche Änderungen noch nicht auszuschließen, dass der diesbezügliche Diskussionsprozess erst im Juli 2026 angestoßen wurde.

Für Stromnetzbetreiber ist bereits wesentlich deutlich absehbarer, dass sich nicht nur Kalkulationsmethodik ändert, sondern dass auch wesentliche Anpassungen an der Marktkommunikation, dem Abrechnungsprozess und den Kommunikationswegen mit Netznutzern/Lieferanten umzusetzen sein werden.

Dies alles nehmen wir zum Anlass, Sie auch in diesem Jahr wieder herzlich zu unserem Seminar "Kalkulation der Netznutzungsentgelte 2027" einzuladen, in dem wir Sie sowohl über die Grundlagen und Besonderheiten und über die aktuellen regulierungsbehördlichen Vorgaben als auch über die anstehenden Änderungen für die Branche informieren möchten.

Die Inhalte des Webinars bringen auf nachvollziehbare Art und Weise zusammen, wie die eingangs genannten Sondereinflüsse und Neuerungen im Rahmen der Anpassung der Netznutzungsentgelte 2027 zu berücksichtigen sind. Daneben werden wir auf die wichtigsten Grundlagen bei der Anpassung der Erlösobergrenzen und deren Umrechnung in Netznutzungsentgelte eingehen.

An wen richtet sich das Webinar?
Das Seminar richtet sich insbesondere an Mitarbeiter*innen im Regulierungsmanagement sowie sonstige mit der Preisblattgestaltung betraute Personen, die sich einen komprimierten und aktuellen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Netznutzungsentgelte verschaffen wollen.

Welche Themen werden behandelt?
In dem Webinar werden die nachfolgend skizzierten Bereiche dargestellt und – soweit möglich – anhand von praktischen Beispielen erläutert: 

  1. Anpassung Erlösobergrenze (EOG) Strom und Gas 2027 
  2. Aufstellung der Mengenprognose für 2027 
  3. Kostenstellenrechnung und Verprobung des konventionellen MSB 
  4. Berücksichtigung des Wälzungsmechanismus von EE-bedingten Mehrkosten 
  5. Kalkulation der Preisblätter Strom und Vorgaben zum elektronischen Preisblatt Strom (PRICAT) 
  6. Entgelten für steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG 
  7. Weitere Besonderheiten bei den Preisblättern Strom 
  8. Kalkulation der Preisblätter Gas 
  9. Umgang mit Mengenprognose und kürzeren Abschreibungsdauern in der Kalkulation der NNE Gas 
  10. Besonderheiten bei den Preisblättern Gas Ausblick auf die künftige Netzentgeltsystematik für Strom und Gasnetzbetreiber 

Eine detalierte Agenda finden Sie hier.

Folgende Termine bieten wir an:
17.09.2026, 09:30 - 15:30 Uhr
21.09.2026, 09:30 - 15:30 Uhr
28.09.2026, 09:30 - 15:30 Uhr