Die fortschreitende Energiewende und der damit verbundene Transformationsprozess des Energiesystems stellt Energieversorger, Stadtwerke und Projektentwickler vor immer komplexere Herausforderungen. Die Rahmenbedingungen für die Kombination von Erneuerbaren-Energien-Anlagen und Batteriespeichern verändern sich derzeit grundlegend: Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2027) und dem Netzanschlusspaket, mit der Festlegung zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten (MiSpeL) und mit der geplanten Reform der Netzentgeltsystematik (AgNes) greifen gleich vier Regelwerke ineinander, die den Betrieb von Co-Location-Anlagen und dezentralen Versorgungskonzepten unmittelbar betreffen und Netzanschluss, Förderung, Vermarktung und Kosten verändern.
Für Energieversorger, Stadtwerke und Projektentwickler bedeutet das neue Herausforderungen und Chancen. Während die Wertigkeit von Solarstrom durch Kannibalisierungseffekte sinkt, sollen neue PV-Freiflächenanlagen künftig nur noch mit 70 % ihrer installierten Leistung einspeisen dürfen; in kapazitätslimitierten Netzgebieten droht zudem ein Redispatch-Vorbehalt, und an die Stelle der gleitenden Marktprämie treten Contracts for Difference. Baukostenzuschüsse und Netzentgelte für Erzeuger und Speicher haben zusätzlichen Einfluss auf die Projektentwicklung und Konzeptionierung.
Gleichzeitig entstehen hier neue Chancen: Die Kombination aus erneuerbarer Erzeugung und Speichertechnologie, bei denen insbesondere Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher an einem Standort gekoppelt betrieben werden, rückt noch stärker in den Fokus. Durch die Kopplung von Erzeugung und Speicherung entstehen Flexibilitätsoptionen, die sowohl für die Vermarktung und die Systemintegration als auch für eine dezentrale Versorgung und Eigenverbrauchsoptimierung genutzt werden können. Mit MiSpeL entfällt das strenge Ausschließlichkeitsprinzip: Co-Location-Speicher dürfen künftig auch Strom aus dem Netz beladen, ohne dass die EEG-Förderung für zwischengespeicherten Grünstrom verloren geht, und für rückgespeiste Mengen werden Netzentgelte und Umlagen saldiert. Für Energieversorgungsunternehmen eröffnen sich damit neue Spielräume für Vermarktung und Arbitrage, für Grünstromprodukte und für dezentrale Versorgungskonzepte bis hin zur Direktbelieferung von Gewerbe- und Industriekunden.
In unserem Webinar möchten wir Ihnen am Beispiel von PV-Anlagen praxisorientiertes Wissen vermitteln, das Ihnen hilft, die Herausforderungen der Batteriespeicherintegration und geänderter bzw. sich ändernder Regularien zu meistern und Sie bestmöglich auf die zukünftigen Anforderungen bei Errichtung, Betrieb und Integration von EE-Anlagen und Batteriespeichern vorzubereiten. Wir adressieren hierbei regulatorische und technische Anforderungen wie auch Erlösstrukturen im Rahmen verschiedener Betriebs- und Vermarktungsstrategien bis hin zu kundenspezifischen Belieferungsmodellen und hiermit verbundene Geschäftspotenziale. Auch die fortlaufenden Anpassungen unterzogene Rechtslage und mittelfristige Perspektiven des Regulierungsrahmens werden in den Blick genommen.
Im Termin beleuchten wir sowohl die energiewirtschaftlichen Chancen als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für Projekte unter Co-Location. Gemeinsam diskutieren wir, wie sich neue Geschäftsmodelle erschließen lassen, bestehende Wirtschaftlichkeitslücken geschlossen werden können und regulatorische Hürden zu überwinden sind.
Eine detaillierte Agenda ist hier beigefügt